Die DIN SPEC 14027:2026-04 mit dem Titel "Corporate Security – Anforderungen zur Stärkung physischer Resilienz von Organisationen" wurde auf Initiative des Bundesministeriums des Innern (BMI) erarbeitet. Sie steht im Zusammenhang mit dem Aktionsplan 2024+ zur Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie.
Als moderner "Corporate Security Grundschutz" führt sie den bisherigen Wirtschaftsgrundschutz von 2016 weiter. Ziel ist ein allgemeiner, formeller Standard für die Sicherheit von Unternehmen, Konzernen und anderen Organisationen – vergleichbar mit etablierten Standards aus Arbeitsschutz, Datenschutz und IT-Sicherheit.
Nach dieser Lektion können Sie Zweck und Hintergrund der DIN SPEC 14027 einordnen, die drei Nutzergruppen des Standards benennen, den All-Gefahren-Ansatz mit seinen Bedrohungskategorien erklären und beschreiben, wie CSO und CISO bei hybriden Bedrohungen zusammenarbeiten.
Die folgenden Abschnitte vertiefen die Grundlagen mit Bezug zu den Anforderungskatalogen der DIN SPEC 14027
Die DIN SPEC 14027 schafft einen praxisnahen Standard für die physische Resilienz von Organisationen – unabhängig von Größe und Branche. Zentrale Grundpfeiler sind der All-Gefahren-Ansatz, die Konvergenz von physischer und digitaler Sicherheit sowie die drei Nutzergruppen, die das breite Anwendungsspektrum von KMU bis Global Player abdecken.
Das Dokument lässt sich modular oder ganzheitlich einsetzen und wird durch prüfbare Anforderungskataloge in Anhang A ergänzt.
In Lektion 2 – Schutzbedarfsermittlung lernen Sie, wie Sie die Assets Ihrer Organisation systematisch identifizieren, Schutzziele herleiten und mithilfe der Schutzbedarfsmatrix Assetkritikalität und Bedrohungsintensität bewerten. Dies bildet die Grundlage für nahezu alle weiteren Handlungsfelder der DIN SPEC 14027.